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Agentic Data Science Patterns

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Bei explai sind wir gerne Teil der Berliner Tech-Community — wir lernen von Praktikerinnen und Praktikern, teilen was wir gebaut haben, und stärken Berlin als KI Inkubator. Anfang 2026 haben wir genau das getan: beim PyData Berlin im Januar und bei AI Tinkerers Berlin im März, wo Dirk vor vollen Sälen Agentic Data Science Patterns präsentierte.

Dirk Petzoldt beim PyData Berlin, 21. Januar 2026.

Was der Vortrag behandelt hat:

Die Herausforderung des Prompt Engineering

Einen Daten-Agenten zu bauen, der in Demos funktioniert, ist einfach. Die Schwierigkeit beginnt beim Skalieren auf echte Enterprise-Umgebungen: wechselnde Schemas, domänenspezifische Metriken und komplexe Multi-Source-Daten. Der ursprüngliche Ansatz — Custom Prompts, Multi-Source RAG, Datenvorschauen und Trimming — stieß an Grenzen, als das Instruction-Following unter dem Gewicht überfüllter Context Windows litt.

Context Engineering für Agenten: aus einem großen Pool möglicher Kontexte das Relevante ins Context Window auswählen.

Was funktioniert: Vier Strategien

Vier Strategien adressieren dieses Problem: Write Context (Langzeitgedächtnis und Scratchpad persistieren), Select Context (nur Relevantes abrufen), Compress Context (zusammenfassen und kürzen) und Isolate Context (auf Agenten oder Umgebungen verteilen). Drei konkrete Taktiken setzen diese in die Praxis um.

Vier Kontext-Strategien — jede zielt auf einen anderen Teil des Kontextproblems.

Taktik 1: Reverse RAG als Progressive Disclosure

Anstatt vorab einen großen Dokumentations-Block zu laden, ruft der Agent strukturierte „Skill"-Dokumente ab — mit Präambel, Voraussetzungen, verwandten Inhalten und konkreten SQL-Beispielen. Er liest gerade genug, um sich zu orientieren, und lädt tiefere Details erst bei Bedarf.

Skill-Dokumente kombinieren Präambeln für Progressive Disclosure, vorab zu prüfende Voraussetzungen und konkrete Code-Beispiele.

Taktik 2: Kontext über Artefakte schreiben

Anstatt Schema-Details in jedem Gesprächsschritt zu wiederholen, schreibt der Agent strukturierte <table_artifact>-Tags, die Tabellenidentität, Endpunkte, Statistiken und Herkunft im Gesprächszustand speichern — kompakter Kontext mit stabilem Bezug für das Modell.

Table-Artefakte erfassen Endpunkte, Metadaten und Herkunft — der Agent kann fundierte Abfragen generieren, ohne das Schema bei jedem Schritt neu abzurufen.

Taktik 3: Kontext über Code-Sandbox isolieren

Generierte Charts, Tabellen und Zwischenergebnisse verbleiben in der Ausführungsumgebung, anstatt ins Context Window zurückzufließen. Der Agent schreibt Python in eine Sandbox, erhält Variablennamen und Stdout zurück, und das Frontend rendert Artefakt-URIs — große Objekte bleiben vollständig außerhalb des Prompts.

PlotGenerator, PythonRepl und PlotVerifier trennen Generierung, Ausführung und Überprüfung, sodass Bild- und Analyseobjekte in der Umgebung bleiben — nicht im Context Window.

Möchten Sie sehen, wie explai diese Muster auf Ihre Daten anwendet? Kontaktieren Sie uns.

Agentic Data Science Patterns | explai Blog